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Mittwoch, 16. Juni 2010

Erschreckende Kirgisische Gewalt

Was in den deutschen Medien kaum an Beachtung findet, verdient umso mehr an Verachtung. Panem et circenses - Brot und Spiele - lassen unser Augenmerk auf ein Ereignis legen, das jegliche Geschehnisse der Welt ausblendet. Die Weltmeisterschaft legt unser Denken in Handschellen. 
In Kirgisistan findet seit Freitag dem 11.06.2010 eine grausame und abscheuliche Verfolgung der usbekischen Minderheit statt. Vergewaltigungen und Morden an Kindern und Frauen sind an der Tagesordnung. Die offizielle Anzahl der Toten wird auf ungefähr 180 geschätzt, doch stimmen die offiziellen Angaben erfahrungsgemäß nicht. Kirgisische Behörden geben zu, dass die Opferanzahl viel höher ist. Der Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), António Guterres, sagte, dass über 200 000 Menschen innherhalb des Landes heimatvertrieben sind. 75 000 Menschen sind dazu nach Usbekistan geflüchtet, um Schutz zu suchen. Unicef berichtet, dass 90% der Flüchtlinge Frauen und Kinder sind. Sie leiden durch diese Verfolgung besonders. Nicht nur, weil sie ihr eigenes Land aufgeben müssen, sondern weil sie von kirgisischen Männern vergewaltigt und hingerichtet werden. Zwischen denen, die es über die usbekische Grenze geschafft haben, sind drei Schwestern, die vor ihren Augen nacheinander von kirgisischen Männern  vergewaltigt wurden. Aber an den menschenverachtenden Aktionen ist nicht nur die kirgisische Zivilbevölkerung beteiligt, sondern, laut n-tv, auch die Armee.
Um was für Menschen handelt es sich, die wehrlose Menschen ohne jeglichen Grund töten und foltern? Um was für eine Armee sprechen wir hier, die ein Volk, welches ohnehin die Minderheit bildet, wie Insekten tötet? Aus welchem Grund macht man solche schrecklichen Taten? 

Quelle: Al Jazeera, n-tv

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